ÖGN Facharztausbildungsseminar Sommersemester — 17.05. - 19.05.2018

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Walter Struhal

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ÖGN Kongreß 2018 – Neuroonkologie: Molekulare Diagnostik und verbessertes Neuroimaging ermöglichen maßgeschneiderte Therapien für Patienten mit Gehirntumoren

Statement OÄ Dr. in Judith Wagner, Kongresssekretärin, Klinik für Neurologie 1, Neuromed Campus, Kepler Universitätsklinikum Linz

Ich freue mich, Ihnen zum Abschluss einige aufsehenerregende Entwicklungen auf dem Gebiet der Neuroonkologie nahebringen zu können. Diese Subspezialität gehört zweifellos zu den dynamischsten Bereichen in der Neurologie und findet sich deshalb zu Recht auch im Programm unserer Jahrestagung entsprechend prominent. Aktuelle Fortschritte in der Therapie – und vor allem auch der Prognose – werden wir in Vorträgen und im Rahmen einer eigenen Arbeitsgruppe behandeln.

Neue Klassifikation der WHO für Gehirntumore

Wie sehr die Neuroonkologie im Umbruch ist, lässt allein schon daran erkennen, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO vor kurzem eine neue Klassifikation für Hirntumore erstellt hat. Bislang kennen wir rund 150 unterschiedliche Arten davon. Glioblastome, von denen jährlich drei bis vier Fälle pro 100.000 Personen auftreten, sind die häufigsten hirneigenen – also vom Hirngewebe ausgehenden – Tumoren. Die verschiedenen Unterarten unterscheiden sich durch ihren zellulären Ursprung, ihre Wachstumsgeschwindigkeit und die zu erwartende Prognose, aber, wie wir inzwischen wissen, auch hinsichtlich ihres Ansprechens auf die einzelnen Therapien. Das ist der Grund, warum die WHO ihr 2007 erstelltes Klassifikationsschema jetzt überarbeitet hat. Während die Tumore bisher aufgrund rein histologischer Diagnosen in vier Grade – von I wie gutartig bis IV wie bösartig – eingeteilt wurden, berücksichtigt die neue Klassifikation nun zusätzlich auch molekulargenetische und immunhistochemische Eigenschaften zur Differenzierung der unterschiedlichen Tumorentitäten.

Molekulare Diagnostik ermöglicht treffsichere Therapie und verlängert Überlebenszeit

Möglich wurde das durch die bemerkenswerten Fortschritte der molekularen Diagnostik. In den letzten Jahren ist es gelungen, eine ganze Reihe von Biomarkern zu identifizieren, die uns nun ein weitaus differenzierteres Bild der verschiedenen Tumorarten liefern. Das betrifft sowohl diagnostische Biomarker zur Präzisierung der Tumorklassifikation wie auch prognostische, die uns eine bessere individuelle Prognose ermöglichen. Für die Praxis wahrscheinlich am wichtigsten sind die prädiktiven Biomarker, mit denen wir heute viel genauer als bisher vorhersagen können, ob und wie eine Patientin oder ein Patient auf eine bestimmte Therapie ansprechen wird.

Das ermöglicht uns, die Therapiekonzepte besser auf den einzelnen Patienten zuzuschneiden und die jeweils beste Kombination aus Operation, Chemotherapie und Bestrahlung zu finden. So wissen wir beispielsweise, dass Patienten mit einem bestimmten hirneigenem Tumor, dem Oligodendrogliom, die eine spezifische Veränderung der Chromosomenstruktur – eine „1p/19q Kodeletion“ – aufweisen, am besten auf eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie ansprechen. Wie eine Studie zeigt, verdoppelt sich die Überlebenszeit dadurch auf durchschnittlich 14,7 Jahre, während sie bei alleiniger Strahlentherapie bei nur 7,3 Jahren liegt.

Verbessertes Neuroimaging erhöht Diagnosegenauigkeit

Ähnlich beeindruckende Fortschritte erleben wir auch in der bildgebenden Diagnostik. Zwar ist die Magnetresonanztomografie dabei immer noch das zentrale Instrument, um Gehirntumore zu identifizieren. Allerdings lässt sich Tumorgewebe mit einer MRT in vielen Fällen nur sehr ungenau von anderen, unspezifischen Gewebsveränderungen unterscheiden.

Die Positronenemissionstomografie mit radioaktiv markierten Aminosäuren, kurz FET-PET genannt, erlaubt uns heute aber, bestimmte Stoffwechselprozesse im Gehirn sehr genau zu beobachten. Damit lässt sich hochaktives Tumor- deutlich von inaktivem Narben-Gewebe differenzieren. Diese Untersuchungen sind aufwendig und leider immer noch teuer – machen sich aber bezahlt. Wie eine Biopsie-kontrollierte Studie zeigte, ist die Sensitivität des MRT – also die Fähigkeit der Methode, Tumorgewebe bei Tumorpatienten zu entdecken – in etwa gleich hoch wie bei MRT plus FET-PET. Allerdings ist die Spezifität des MRI nur etwas mehr als halb so hoch wie die der Kombination MRT plus FET-PET: Bei nur etwa der Hälfte aller nur mit MRT untersuchten Personen, bei denen mit dieser Methode ein Tumor diagnostiziert wurde, lag auch tatsächlich ein Tumor vor.

Das verbesserte Neuoimaging bringt aber nicht nur mehr Treffsicherheit bei der Grunddiagnose, sondern auch wesentliche Zusatzinformationen, die bei der Planung einer Biopsie oder eines neurochirurgischen Eingriffs deutliche Verbesserungen bringen. Dazu kommt, dass diese Methode auch die Therapie besser beurteilbar macht. In einer Studie bei Patienten mit Hirntumoren hat sich gezeigt, dass die FET-PET bereits in einem sehr frühen Behandlungsstadium zeigen kann, ob Patienten auf eine Chemo- oder Strahlentherapie ansprechen oder nicht.

Diese Entwicklungen zeigen nicht zuletzt auch, wie wichtig eine fächerübergreifende Zusammenarbeit gerade in der Neuroonkologie ist, wobei den Neurologinnen und Neurologen eine wichtige Rolle in der Patientenbetreuung zukommt.

Verbesserungsbedarf in der Palliativpflege für neurologische Patienten

Wo ich Verbesserungsbedarf sehe, ist in der palliativen Betreuung unserer Patientinnen und Patienten. Diese ist nach wie vor eine Domäne der Onkologie, die hier auch viel Erfahrung hat. Allerdings sind gerade neurologische Patienten oft schwieriger zu behandeln als andere Patienten im Endstadium ihrer Krankheit. In vielen Fällen sind sie rein körperlich mobiler, leiden dafür aber an starken kognitiven Einschränkungen. Darauf nehmen die vorhandenen Strukturen noch viel zu wenig Rücksicht.

Um dem mit Sicherheit wachsenden Bedarf an neurologischer Palliativpflege gerecht zu werden, wird es auch hierzulande – wie dies in Deutschland zum Teil schon der Fall ist – interdisziplinäre Einrichtungen brauchen, die mit mehr und speziell ausgebildetem Personal auf die spezifischen Bedürfnisse solcher Patientinnen und Patienten eingehen können.

Quellen: European Organization for Research and Treatment of Cancer [EORTC] 26951 und Radio Therapy Oncology Group [RTOG] 94-02 [3, 20]); Wick, W. & Hau, P. Nervenarzt 2015;86; Cairncross et al, J Clin Oncol 2013;31:337-43; van den Bent et al, Lancet 2017;390:1645-53; Pauleit et al. Brain 2005 ;128:678-87; Galldiks et al. J Nucl Med 2012;53:1048-57 Medienkontakt: Dr. Birgit Kofler B&K – Bettschart&Kofler Kommunikationsberatung Tel.: 01 3194378; 0676 6368930 kofler@bkkommunikation.com
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Schwerpunkthema Epilepsie: Bemerkenswerte Fortschritte in der medikamentösen und chirurgischen Therapie – Besondere Erfordernisse bei der Epilepsie im Alter



Statement Prim. Priv.-Doz. Dr. Tim von Oertzen, Kongresspräsident; Vorstand der Klinik für Neurologie 1, Neuromed Campus, Kepler Universitätsklinikum Linz

Ich freue mich, dass ich Sie als Präsident unserer diesjährigen Tagung im Vorfeld begrüßen darf. Umso mehr, als wir heuer einen besonders breiten Bogen an für die Neurologie – aber auch für die Gesellschaft – relevanter Themen spannen werden. So werden wir uns unter anderem dem wichtigen Thema Epilepsie, aber auch den Orphan Diseases oder Seltenen Erkrankungen widmen, bei denen es etliche bemerkenswerte Fortschritte gibt, die uns zunehmend auch die Behandlung dieser „Waisenkinder“ der Medizin ermöglichen. Darüber hinaus werden wir auch Neuigkeiten in der Akutneurologie und die vielversprechenden Entwicklungen in der Neuroonkologie präsentieren. Zu letzteren wird Ihnen Frau Dr. Wagner Näheres erläutern.

Gerade wegen der von ÖGN-Präsidentin Primaria Fertl angesprochenen Probleme im Ausbildungsbereich, die langfristig zu einem dramatischen Verlust an Know-how und einer signifikanten Verschlechterung der Versorgungslage führen könnten, haben wir uns entschlossen, den diesjährigen Kongress sehr offen zu gestalten: Um auch Allgemeinmediziner und vor allem die nächste Ärztegeneration über die laufenden Fortschritte unseres Fachgebietes zu informieren, wird es am Kongress diesmal auch zahlreiche Veranstaltungen für Nicht-Neurologen und spezielle Angebote für Jungmediziner geben.

Schwerpunkt Epilepsie: 60.000 Menschen in Österreich betroffen

Wie wichtig es ist, dass Mediziner aller Fachrichtungen zumindest über Grundkenntnisse der Neurologie verfügen, werden Sie gleich am Beispiel der Epilepsie sehen. Diese Funktionsstörung des Gehirns wird häufig immer noch zu Unrecht als seltene Erkrankung angesehen. Tatsächlich aber sind in Österreich 0,8 Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen, also mehr als 60.000 Menschen. Und wenn jährlich 0,05 Prozent Neuerkrankungen dazu kommen, heißt das, dass hierzulande alle zwei Stunden ein Mensch an Epilepsie erkrankt.

Dass wir dieses Thema heuer besonders intensiv behandeln wollen, hat vor allem den Grund, dass sich in diesem Teilbereich der Neurologie eine zunehmende Kluft zwischen Patientenbedürfnissen und medizinischen Möglichkeiten auf der einen Seite und der Behandlungsrealität auf der anderen Seite auftut.

Fortschritte in der Pharmakotherapie: 7 von 10 Patienten könnten anfallsfrei sein

Die gute Nachricht ist: Mit den Errungenschaften der letzten Jahre sind wir heute in der Lage, der überwiegenden Mehrheit der Patientinnen und Patienten wirkungsvoll zu helfen. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden zahlreiche Medikamente eingeführt, mit denen wir bei sieben von zehn Betroffenen für vollständige Anfallsfreiheit sorgen können – und das mittlerweile in den meisten Fällen ohne gravierende Nebenwirkungen.

Soweit die auch von zahlreichen Studien gestützte Theorie. Allerdings, und hier beginnt sich die vorhin angesprochene Diskrepanz zu zeigen, wissen wir nicht, ob und wie weit diese neuen Möglichkeiten auch bei den Betroffenen ankommen. In Österreich gibt es dazu keine verlässlichen Zahlen, weil es kein eigenes Register gibt. Wenn wir ersatzweise Daten aus Großbritannien heranziehen, sehen wir aber, dass dort bislang erst maximal 50 Prozent der Menschen mit Epilepsie von den neuen therapeutischen Möglichkeiten profitieren.

Möglichkeiten der Gehirnchirurgie noch zu wenig genutzt

Noch evidenter klafft die Lücke zwischen dem Machbaren und dem, was gemacht wird, bei jenen Patienten auseinander, die auf die verfügbaren Epilepsie-Medikamente leider nicht ansprechen. Das ist rund ein Drittel aller Betroffenen, denen wir bis vor wenigen Jahren kaum helfen konnten. Dank der technischen Fortschritte sowohl auf dem Gebiet der bildgebenden Diagnostik als auch auf dem Gebiet der Neurochirurgie kann ein Teil solcher Patienten heute aber mit immer besserer Langzeit-Effektivität operiert werden.

Wie eine vor Kurzem im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie mit 9.523 Patientinnen und Patienten zeigt, sind die Ergebnisse überragend: 58 Prozent der Erwachsenen waren ein Jahr nach einem solchen Eingriff vollständig anfallsfrei. Wenn der Epilepsie ein gutartiger Tumor zugrunde lag, waren es sogar 63,5 Prozent. Bei Kindern lag die Erfolgsrate bei 65 Prozent.

Leider wird diese Möglichkeit noch viel zu wenig genutzt. Und wenn, dann häufig viel zu spät: Wie die Studie zeigt auch unsere tägliche Praxis an der neuen medizinischen Fakultät in Linz, wo wir einen eigenen Forschungsschwerpunkt Epilepsie eingerichtet haben, dass die Betroffenen durchschnittlich erst 16 Jahre nach der Erstdiagnose zur Operation kommen. Dabei müsste in jedem dieser Fälle nach spätestens drei bis fünf Jahren erkennbar gewesen sein, dass es sich um Patienten handelt, die auf Medikamente nicht ansprechen.

Appell zur Schließung der Versorgungslücken

Diese eklatante Lücke in der Versorgung müssen wir dringend schließen und dafür sorgen, dass solche pharmakoresistenten Patientinnen und Patienten möglichst frühzeitig in ein spezialisiertes Zentrum überwiesen werden. Das würde nicht nur den Betroffenen Jahre mit einem sehr belastenden Leiden und kognitive Verschlechterungen ersparen, sondern auch erhebliche Entlastungen für die Volkswirtschaften bringen.

Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie des European Brain Councils, das die Versorgungsrealitäten neurologischer Erkrankungen untersucht hat. Die zwei wesentlichsten Ergebnisse sollten uns zu denken geben: Erstens liegen die Behandlungserfolge deutlich unter dem, was möglich wäre, wenn alle Leitlinienempfehlungen eingehalten würden. Und zweitens liegen die unvermeidlichen Folgekosten dieser Unterversorgung deutlich höher, als für eine lückenlose Versorgung aufzubringen wäre. Kurz gesagt: Wir nehmen schlechtere Behandlungsergebnisse zu höheren Kosten in Kauf.





Epilepsie im Alter stellt besondere Herausforderungen an die Versorgung

Dass es weitere Anstrengungen nicht nur in unserem eigenen Fachgebiet, sondern weit darüber hinaus brauchen wird, zeigt sich auch am Beispiel der Alters-Epilepsie. Anders als oft angenommen, treten die meisten Epilepsien erst im Erwachsenenalter auf. Allerdings präsentiert sich die Krankheit bei älteren Patienten oft diffuser als bei jüngeren oder mittelalten Erwachsenen und äußert sich nicht zwangsläufig mit der typischen Aura oder augenfälligen Anfällen. Typisch sind Verwirrtheitszustände, die allerdings oft einer Demenzerkrankung oder einem vorhergehenden Schlaganfall zugeschrieben werden.

Um solche Fälle erkennen und adäquat behandeln zu können, braucht es eine sorgfältige neurologische Diagnostik mit vielen EEGs. Voraussetzung dafür ist aber, dass diese Patienten überhaupt den Zugang zur Neurologie finden. Das ist der Grund für meine eingangs geäußerten Sorgen: Damit Allgemeinmediziner und Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen solche diffusen Symptome erkennen und richtig einordnen können, braucht es ein breit gestreutes neurologisches Grundwissen quer durch die Medizin.

Quelle: Blumcke et at, Histopathological Findings in Brain Tissue Obtained during Epilepsy SurgeryN Engl J Med 2017;377:1648-56.DOI: 10.1056/NEJMoa1703784

Medienkontakt: Dr. Birgit Kofler B&K – Bettschart&Kofler Kommunikationsberatung Tel.: 01 3194378; 0676 6368930 kofler@bkkommunikation.com
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ÖGN Kongreß 2018 – Neurologie im Wandel: Vom diagnostischen Spezialfach zum Akutfach

Verschlechterungen in der Ausbildung gefährden die Versorgungsqualität – Paradigmenwechsel in der Schlaganfallbehandlung

Statement Prim.a Univ.-Doz.in Dr.in Elisabeth Fertl, Präsidentin der ÖGN; Vorständin der Neurologischen Abteilung, Krankenanstalt Rudolfstiftung, Wien; Gastprofessorin der Medizinischen Universität Wien

Ich freue mich, Sie wieder im Vorfeld unserer Jahrestagung begrüßen zu dürfen. Wie immer wollen wir diesen Anlass nutzen, um Sie über die bevorstehende Jahrestagung der ÖGN, aber auch über aktuelle Entwicklungen in unserem Fach zu informieren. Der Präsident der diesjährigen Tagung, Prim. Dr. Tim von Oertzen, wird Ihnen einiges über das Tagungsprogramm und besonders das Schwerpunktthema Epilepsie berichten. Zu den vielversprechenden neuen Ansätzen in der Neuro-Onkologie wird Ihnen Frau Dr. Wagner vom Kepleruniklinikum berichten.

Es gibt wenige Bereiche in der Medizin, in denen während der letzten beiden Jahrzehnte eine derart rasante Entwicklung stattgefunden hat wie in der Neurologie. Die wichtigste wird uns in vielfältiger Form quer durch die Tagung begleiten: Wie zahlreiche Vorträge und Sitzungen zeigen werden, hat sich die Neurologie in den letzten Jahren von einem rein diagnostischen Spezialfach in ein Akutversorgungsfach gewandelt. Das beste Beispiel dafür ist der Schlaganfall, wo wir dank vieler neuer Erkenntnisse und des in Österreich vorbildlichen Stroke-Unit-Netzwerks, erhebliche Fortschritte erzielen konnten.

Natürlich braucht es in einer perfekten neurologischen Versorgungskette gut funktionierende Schnittstellen. Das fängt bei der Laieninformation über das richtige Verhalten im Akutfall an, geht über ein Grundverständnis bei Allgemeinmedizinern und einem erweiterten Basiswissen bei anderen Fachärzten wie beispielsweise Augenärzten oder Chirurgen. Weniger neurologische Grundausbildung für Allgemeinmediziner

Leider ist dieses wichtige Zusammenspiel gefährdet. Mit der 2015 in Kraft getretenen Ärzteausbildungsordnung wurde die Neurologie in der Ausbildung zum Allgemeinmediziner als Pflichtfach abgeschafft. Seither kann das alltagsrelevante Fach Neurologie vom angehenden Allgemeinmediziner nur mehr als Wahlfach gewählt werden. Wir haben mehrfach vor gefährlichen Wissenslücken der zukünftigen Ärzteschaft gewarnt – und sehen unsere Befürchtungen leider zunehmend bestätigt. Die Erfahrungen zeigen uns, dass angehende Allgemeinmediziner tatsächlich kaum mit der Neurologie in Berührung kommen.

Darauf müssen wir dringend reagieren. Wir brauchen eine Novelle zur Ausbildungsordnung, die sicherstellt, dass künftig wieder jeder Allgemeinmediziner neurologische Erfahrungen und Fertigkeiten vermittelt bekommt. Schließlich leiden bereits heute mehr Menschen an einer neurologischen Erkrankung als an Atemwegserkrankungen, gastrointestinalen Störungen oder Krebs. Neurointensivmedizin – quo vadis? Eine ähnliche Problemstellung haben wir auch in einem anderen Teilbereich des Faches. Wir sind zu Recht stolz darauf, dass es in Österreich sieben spezialisierte Intensivstationen mit insgesamt 60 Betten gibt, wo Patienten mit komplexen neurologischen Erkrankungen wie Status epilepticus, Meningoenzephalitis, Schädel-Hirntraumen, schweren Schlaganfällen oder auch schweren neuromuskulären Erkrankungen behandelt werden. Deshalb gab es mit gutem Grund seit 1994 die Zusatzausbildung „Neurointensivmedizin“. Für diese Spezialisierung in der Neurologie und Neurochirurgie wird nun im Rahmen der Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 von Spitalsträgern und der Gesundheitspolitik kein Bedarf gesehen! Dies scheint pekuniäre und strukturelle Hintergründe zu haben und bewirkt längerfristig das Ende der Neurointensivstationen in Österreich. Das bedeutet einerseits eine massive Benachteiligung dieser schwerstkranken Patienten und gleichzeitig die Vernichtung von Expertise. Darüberhinaus fördert diese Vorgangsweise den „brain drain“ von Ärzten in die Nachbarländer, weil es dort sowohl die Spezialisierung als auch Neurointensivstationen weiterhin gibt.

In diesem Punkt müssen wir als Fachgesellschaft die Aufmerksamkeit der Bevölkerung und der Politik heben, weil sonst bald ein unwiderbringlicher Rückschritt in der Versorgungsqualität von neurologischen Patienten in österreichischen Spitälern die Folge wäre.

Akutfach Neurologie

Neben der beschriebenen Schlaganfall-Akutversorgung zeigt sich im deutschsprachigen Raum seit Jahren die massiv zunehmende Aufgabe von Neurologen in zentralen Notaufnahmen der Spitäler: Patienten mit akuten neurologischen Symptomen machen im deutschsprachigen Raum etwa 20 bis 30 Prozent der Patienten in den zentralen Notaufnahmen aus. Die Beobachtungsstudie eines niederösterreichischen Schwerpunktkrankenhauses zeigte, dass mehr als die Hälfte dieser Patienten mit neurologischen Leitsymptomen nicht mit der Rettung, sondern selbst bzw. mit Angehörigen in die Notaufnahme kamen.

Ähnlich wie in Deutschland werden mittlerweile in Österreich bis zu 90 Prozent aller stationären Patienten einer neurologischen Abteilung ungeplant als Notfälle aufgenommen. Es gibt grossen Druck zur Verkürzung der stationären Liegedauer, was bei den oft komplexen neurologischen Patienten nicht mit medizinischer Qualität vereinbar ist.

Die Akutversorgung der Neurologie findet fast ausschliesslich in Spitalsambulanzen rund um die Uhr statt, weil die Wartezeiten auf einen Facharzt-Termin im niedergelassenen Bereich wochenlang sind. Die Ansprüche an interdisziplinäre Diagnostik sind durch den rasanten medizinischen Fortschritt so angewachsen, dass eine neurologische Akutversorgung im niedergelassenen Bereich mit den realen Strukturen auch kaum machbar wäre. Somit müssen die Ressourcen der Spitäler mit diesem Trend mitwachsen, und auch die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses muss dieser Entwicklung Rechnung tragen.

Bei dieser Jahrestagung haben wir deshalb den Fachschwerpunkt „Akutneurologie“ gesetzt und auch mehrere Initiativen für Jung-Neurologen ins Leben gerufen. Wir verlangen von allen anderen medizinischen Sonderfächern, den Spitalsträgern und auch der Öffentlichkeit eine breitere Wertschätzung unserer akutmedizinischen Leistungen – auch abseits der Schlaganfallversorgung – die dann auch in erkennbaren Ressourcen ihren Ausdruck finden muss! Paradigmenwechsel in der Schlaganfallbehandlung

Wie groß der Bedarf an ständiger Nachjustierung der vorhandenen Strukturen ist, zeigt nicht zuletzt der bevorstehende Paradigmenwechsel in der Schlaganfallbehandlung. Mit der Thrombektomie, bei der Blutgerinnsel im Gehirn mechanisch entfernt werden, haben wir seit einigen Jahren die Möglichkeit, auch größere Gefäßverschlüsse zu entfernen. Bisher galt dabei die Maxime, dass eine erfolgreiche Behandlung nur in einem Zeitfenster von sechs bis acht Stunden nach dem Schlaganfall möglich sei.

Schlaganfall-Patienten auch noch nach 24 Stunden rettbar

Gleich zwei Studien belegen nun, dass eine solche Behandlung auch bis zu 24 Stunden nach dem Ereignis erfolgreich sein kann. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass wir die bildgebende Diagnostik erweitern: Während wir bisher nur sehen mussten, ob der für den Schlaganfall verantwortliche Thrombus in einem Bereich der Hirn­arterien sitzt, der mit dem Katheter erreicht werden kann, müssen wir bei sehr spät einsetzender Behandlung zusätzlich herausfinden, ob die betroffenen Gehirnteile noch zu retten oder bereits abgestorben sind.

In den USA haben diese neuen Erkenntnisse dazu geführt, dass das Zeitfenster für eine endovaskuläre Therapie in den Guidelines der American Heart Association bereits erweitert wurde. In Europas ist das noch nicht der Fall, aber es ist absehbar, dass es auch hier in diese Richtung gehen wird. Das wird die Zahl der Schlaganfallpatienten, die wir retten und denen wir ein Leben mit Behinderungen ersparen können, deutlich erhöhen.

Das ist erfreulich, zwingt uns aber nicht nur zu medizinischen, sondern auch technischen – und datenschutztechnischen – Anpassungen. Allerdings können heute noch nicht alle Patienten von der für solche Fälle zwingenden erweiterten Bildgebungsdiagnostik profitieren. Dem stehen zum Beispiel technische Hürden entgegen, Bilder von zwischen Bundesländern oder Krankenhausträgern auszutauschen. Wenn wir die neuen Chancen für unsere Patientinnen und Patienten nutzen wollen, müssen wir hier rechtzeitig für entsprechende Rahmenbedingungen sorgen.

Quellen: Thrombektomie im Zeitfenster zwischen 6 und 24 Stunden: die DAWN-Studie, Springer Medizin InFo Neurologie (2018) 20: 15. https://doi.org/10.1007/s15005-018-2463-7; Thrombectomy for Stroke at 6 to 16 Hours with Selection by Perfusion Imaging. New England Journal of Medicine 2018; doi: 10.1056/NEJMoa1713973; ÖGN-Positionspapier (November 2016): Versorgung neurologischer Notfälle in der zentralen Notaufnahme; Bösl, Klein: Neurologie in der Notaufnahme, Nervenarzt 2017 · 88:585–586 DOI 10.1007/s00115-017-0340-0

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12.2. – Internationaler Tag der Epilepsie

Internationaler Tag der Epilepsie: Experten gegen Stigmatisierung und für eine optimale Versorgung – Aufklärung in Schulen – Bedeutung von Epilepsiezentren  

Am Internationalen Tag der Epilepsie am 12. Februar werben Experten für mehr Verständnis für die Erkrankung und eine optimale Betreuung der Betroffenen. Die Österreichische Gesellschaft für Neurologie und die Österreichische Gesellschaft für Epileptologie informieren aus diesem Anlass über neue Herausforderungen in der Versorgung, Unterstützung für Schulen, Fortschritte in der Therapie, Behandlungserfolge mit speziellen Diäten und die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei seltenen Epilepsie-Formen.
Ganz im Zeichen der Aufklärung und breiten Information steht alljährlich der Welttag der Epilepsie am 12. Februar. Fachgesellschaften und Experten aus aller Welt mobilisieren aus diesem Anlass gegen Stigmatisierung und verbreitete Irrtümer über die Erkrankung und für eine optimale Versorgung Betroffener. Die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) und die Österreichische Gesellschaft für Epileptologie (ÖGfE) informieren aus diesem Anlass über Aufklärungsaktivitäten in Schulen, die Bedeutung von spezialisierten Epilepsiezentren sowie Fortschritte in Diagnostik und Therapie.
Die Epilepsie zählt weltweit zu den häufigsten schweren neurologischen Erkrankungen. Etwa zehn Prozent aller Menschen haben eine erhöhte Krampfbereitschaft, vier bis fünf Prozent der Bevölkerung erleiden einmal oder wenige Male in ihrem Leben epileptische Anfälle. Bei rund 0,5 bis 1 Prozent schließlich treten epileptische Anfälle wiederholt auf. „In Österreich gehen wir von bis zu 80.000 Betroffenen aus, zu denen jährlich etwa 3.000 Neuerkrankungen dazukommen“, so Univ.-Prof. Mag. Dr. Eugen Trinka, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie in Salzburg und Präsident Elect der ÖGN. „Erfreulicherweise kann heute vielen Epilepsiepatienten effizient geholfen werden. Die richtige Diagnostik und die Therapie vorausgesetzt, können wir bei bis zu zwei Drittel der Patientinnen und Patienten eine Anfallsfreiheit erreichen.“

Ausgrenzung oft schlimmer als die Krankheit selbst
Ein zentrales Anliegen, das die Experten zum Internationalen Epilepsie-Tag thematisieren: Betroffene sollen ein möglichst normales Leben führen können – und dies bereits in der Kindheit. In Österreich gibt es jährlich etwa 900 Schulanfängerinnen und -anfänger und insgesamt etwa 5.000 bis 6.000 Schulkinder mit Epilepsie. Für sie ist es besonders wichtig, wie die Umwelt mit ihrer Erkrankung umgeht: „Die Schule hat großen Einfluss darauf, wie gut es einem Kind gelingt, mit der Krankheit zurechtzukommen, im Klassenverband wie auch im späteren Berufs- und Privatleben“, so Primaria Priv.-Doz. Dr. Edda Haberlandt, Leiterin der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Krankenhaus Dornbirn und erste Vorsitzende der ÖGfE. „Hier ist immer noch Aufklärungsarbeit notwendig, denn leider bestehen zur Epilepsie nach wie vor zahlreiche Vorurteile und Irrtümer.“
Immer wieder berichten Eltern beispielsweise, dass Kinder mit Epilepsie – auch wenn sie gut behandelt sind – nicht an organisierten Freizeitaktivitäten teilnehmen dürfen oder zum Teil sogar aus dem Regelschulbetrieb ausgeschlossen werden.

Neues Gesetz hilft, dass Lehrer besser helfen können
Hier wurde kürzlich ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Situation erreicht. Bisher stellte in der Schule die Verabreichung von Notfallmedikamente im Bedarfsfall für Lehrerinnen und Lehrer eine rechtlich potenziell heikle Situation dar, denn bei allenfalls auftretenden Problemen wären sie persönlich zur Verantwortung gezogen worden. Seit einer Änderung des Amtshaftungsgesetzes im Vorjahr gilt das nicht mehr: Nunmehr haftet im Fall des Falles die Republik Österreich.
„Das ist ein bedeutsamer Fortschritt“, so Primaria Haberlandt. „Natürlich setzt die Behandlung von Notfällen durch Laien eine ausreichende Schulung und Erläuterung des Notfallmedikamentes voraus“. Um alle, die nun dank der Gesetzesänderung besser helfen können, optimal zu unterstützen, hat die ÖGfE eine Informationskampagne in Schulen gestartet. Gemeinsam mit Schulärzten sollen Lehrerinnen und Lehrer unter anderem vermehrt darüber aufgeklärt werden, dass nicht jeder Anfall einen Notfall bedeutet, wie Betroffene vor Verletzungen geschützt werden können und wann Notfallmedikamente verabreicht werden müssen. Für die erforderliche „Notfallprotokollierung“ werden den Schulen entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Fortschritte in der medikamentösen Behandlung
In den letzten zwei Jahrzehnten wurden zahlreiche Medikamente eingeführt, die für viele Betroffene deutliche Fortschritte gebracht haben. Dies gilt nicht zuletzt für speziell für Jugendliche zugelassen Wirkstoffe wie Brivaracetam oder Lacosamid. Für zahlreiche weitere Substanzen laufen aktuell weltweit Studien. Besonderes Interesse gilt dabei der Erforschung von Neurosteroiden wie Allopregnanolon oder Cannabidiol. Vor allem der nicht psychotrope Bestandteil der Cannabispflanze hat in einigen Untersuchungen bei Kindern mit seltenen Epilepsieformen vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Simulierter Hunger gegen Anfälle
Bleibt die medikamentöse Therapie erfolglos oder ist mit zu hohen Nebenwirkungen verbunden, ist die ketogene Diät – vor allem für Kindern – eine inzwischen immer besser untersuchte Therapieoption. Dabei machen sich die Behandler einen körpereigenen Vorgang zunutze, dessen positive Wirkung gegen epileptische Anfälle zufällig erkannt wurde. Im Hungerzustand verbrennt der Körper Fett und setzt dabei sogenannte Ketonkörper frei, die aus bisher unbekannten Gründen Anfälle vermeiden helfen. Bei der ketogenen Diät wird dem Körper der Hungerzustand durch einen sehr hohen Fettgehalt – bei gleichzeitiger Reduktion der Kohlehydrate – in der Nahrung vorgegaukelt. „Damit können wir bei bestimmten Epilepsieformen bei Kindern eine deutliche Besserung und gelegentlich sogar Anfallsfreiheit erreichen“, erklärt Primaria Priv.-Doz. Dr. E. Haberlandt.
Untersucht ist das laut Expertin unter anderem bei Kindern, die an der seltenen Form der myoklonisch-atonischen Epilepsie, auch Doose-Syndrom genannt, litten. Die Kinder hatten im Schnitt bereits sechs verschiedene medikamentöse Therapien eingenommen, die aber allesamt weitere Anfälle nicht verhindern konnten. Nach durchschnittlich 18 Monaten mit einer leicht modifizierten, alltagstauglichen Form der fettreichen Diät hatte sich die Anfallshäufigkeit bei 83 Prozent um mindestens die Hälfte verringert, fast die Hälfte der untersuchten Kinder blieb sogar gänzlich anfallsfrei.

Neurochirurgie als wichtige Option
Bei bestimmten Formen der Erkrankung sind neurochirurgische Eingriffe eine wichtige Option. Dank der Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik und den chirurgischen Techniken, können immer mehr Patienten mit immer besseren Langzeiteffekten operiert werden. Voraussetzung für dafür ist zum einen, dass die Anfallsursprungszone in keinem der sensiblen Gehirnteile liegt, zum anderen müssen diese winzigen Läsionen mithilfe von Neuro-Bildgebung erst entdeckt werden.
Wie eine internationale Studie, an der auch Prof. Trinka beteiligt war, zeigt, können mittels modernster Elektroenzephalografie und hochauflösender Kernspintomografie in 86 Prozent der Fälle zehn typische Hirnschädigungen identifiziert werden. Liegen diese klar abgrenzbar in einem zugänglichen Bereich der Großhirnrinde, ist die Operation nicht nur eine sichere, sondern auch sehr effiziente Option: Bis zu 80 Prozent der Kinder bleiben nach einem solchen Eingriff anfallsfrei. „Diagnostik und Behandlung solcher Fälle sollten unbedingt in einem spezialisierten Zentrum mit ausgewiesener Expertise erfolgen“, betont Prof. Trinka.

Zentralisierte Zusammenarbeit bei seltenen Krankheitsformen
Wie bei anderen neurologischen Erkrankungen gibt es auch bei der Epilepsie seltene und sehr seltene genetische Ursachen. Auch wenn diese in Summe einen großen Teil der Erkrankungen ausmachen, sind von den einzelnen Krankheitsformen jeweils nur sehr wenige Menschen betroffen. Prof. Trinka: „Durch die Fortschritte in der Genetik entstehen auch neue Herausforderungen in der Versorgungslage. Weil wir das immer besser verstehen, werden auch immer mehr genetische Abklärungen für solche Fälle nötig.“
Aufgrund der Seltenheit stellt jeder Einzelfall eine große diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Weil einzelnen Häuser die Ressourcen für eine Expertise für die Vielfalt seltener Epilepsien fehlen, fordern Experten eine Bündelung der Kräfte: „Für die Behandlung und weitere Erforschung dieser Erkrankungen braucht es eine Zentralisierung des Know-hows und eine auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit“, so Prof. Trinka. „Hier gibt es inzwischen eine Reihe EU-weiter Initiativen, in denen wir uns austauschen können“. So konnten etwa allein im vergangenen Jahr 24 europäische Referenznetzwerke inauguriert werden, die insgesamt 300 Krankenhäuser mit rund 900 Kliniken und Abteilungen umfassen. Darüber hinaus schlossen sich 27 europäische Zentren für seltene und komplexe Epilepsien im EpiCARE-Netzwerk zusammen.

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Verlängerung der Abstract-Deadline!

Verlängerung der Abstract-Deadline “15. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie”, 21.-23. März 2018, Linz  

Die Abstract-Einreichung wurde verlängert:

Verlängerung der Abstract-Deadline:  14. Jänner 2018 24:00 Uhr

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Wir freuen uns auf viele Beiträge! Außerdem dürfen wir Sie bereits jetzt auf das interessante Programm aufmerksam machen. Die Kongress-Website ist ebenfalls online und wird ständig aktualisiert unter: www.oegn2018.at
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Verlängerung der Abstract-Deadline!

Verlängerung der Abstract-Deadline “15. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie”, 21.-23. März 2018, Linz  

Die Abstract-Einreichung wurde verlängert:

Verlängerung der Abstract-Deadline:  14. Jänner 2018 24:00 Uhr

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